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Bereits 4 Meinungen abgegeben

  1. 4
    Dr. Beate Ulrici sagt am 13.11.2009

    Die “Kandidatin” ist gut gemacht, sehr zurückgenommen (das gefällt mir !) und eindrucksvolle Bilder (Gesichter !).
    Gut ist, dass dieser mutige Versuch einer Außenseiterin dokumentiert wurde.
    (Schade ist aber, dass diese Kandidatin nicht überzeugender war. Aber dafür können Sie als Filmer ja nichts.)

  2. 3
    Max-Peter Heyne // MOZ sagt am 25.06.2009

    “Wie mühsam der Kampf für bessere Lebensperspektiven in Brandenburg sein kann, zeigt die 45-minütige Reportage “Die Kandidatin”… Der an der Babelsberger Filmhochschule ausgebildete, mit seiner eigenen Produktionsfirma in Angermünde residierende Regisseur Axel Kalhorn hat im letzten Jahr den Wahlkampf einer Langzeitarbeitslosen dokumentiert, die 2008 für das Bürgermeisteramt in Angermünde kandidierte.

    Die Hartz-IV-Empfängerin Birgit Kühr (47) hatte als Vorsitzende des Vereins “Bürgergemeinschaft gegen Sozialabbau Angermünde” und Initiatorin entsprechender Montagsdemonstrationen zwar schon gewisse Erfahrungen in Sachen Kommunalpolitik gesammelt. Dennoch war Kührs basisdemokratischer Entschluss, gegen den SPD-Amtsinhaber anzutreten, ein außerordentlich mutiger Schritt. Denn weder hatte Kühr die geballte Kraft einer etablierten Partei im Rücken, noch verfügte sie über die geschliffene Eloquenz, die für
    Berufspolitiker in unserer Mediengesellschaft hilfreich, vielleicht auch notwendig ist.

    Dass Kalhorn das Eine wie das Andere dokumentiert, führte letztlich zum Zerwürfnis mit Kühr, die sich im Film verunglimpft sieht. Das ist schade, denn Kalhorn führt seine eigenwillige “Filmheldin” gewiss nicht vor. Allenfalls erlaubt er sich einen distanzierten Blick sowohl auf sie wie auch ihre potenziellen Wähler, die sich mehrheitlich dann doch für den Politprofi entschieden haben.”

  3. 2
    Daniela Windolff sagt am 03.02.2009

    Ein berührender, nachdenklicher Film, der die schwierige Balance zwischen Bloßstellen und Bemitleiden wunderbar meistert.

    Axel Kalhorn skizziert einfühlsam aber unsentimental ein Porträt einer Hartz-IV-Empfängerin, die sich nicht aufgibt und sich fast trotzig und naiv aufmacht, die Welt zu verändern. Mit nichts als einer Portion Frust, Gerechtigkeitsemfinden und einer Hand voll treuen Begleitern an der Seite.

    Axel Kalhorn wertet nicht, politisiert nicht, auch wenn sein Film zum Werten und Politisieren provoziert, weil seine Kamera wie ein vorgehaltener Spiegel ist. Er lässt Bilder erzählen, Gesichter sprechen – ungeschminkt, authentisch und manchmal sogar poetisch und hält die Kamera in eine Welt mitten unter uns, die vielen immer fremder wird.

    Ein Film, den man nicht nur in Angermünde versteht.

  4. 1
    Carola sagt am 26.01.2009

    Der Film zeigt leider nur einen Teil dessen, was Frau Kühr getan hat, wie sie sich auf die Wahl vorbereitet hat. Die Podiumsdiskussion zeigt nur teilweise, wie Frau Kühr auf die Fragen der Anwesenden antwortete. Im Vordergrund standen die Fragen einiger Bürger, die gezielt gegen Frau Kühr gerichtet waren.

    Der Film zeigt nicht wirklich, wie Frau Kühr sich auf die Wahl vorbereitet hat, sondern sie wird als die Verliererin dargestellt, die sie nun wirklich nicht ist, DENN wer hatte den Mut sich dem Bürgermeister zu stellen? Und genau diese Frage wird im Film nicht beantwortet!